Michael Hofstetter, Übersetzten, 1992, Galerie Binder und Rid, München
Die Ausstellung "überSETZEN" von Michael Hofstetter in der Galerie Binder & Rid zeigt vier fotografische Arbeiten und eine Computerinstallation. Jede dieser Arbeiten verweist auf eine andere ausgestellte Arbeit, behauptet aber gleichzeitig den Raum, in dem sie installiert wird. Diese Verkettung der Arbeiten gliedert, bei einer gleichzeitigen Rückverankerung im Raum, die Räume entsprechend der Rangfolge des gegenseitigen Bezugs der Arbeiten in ein sukzessives Nacheinander. Wie Feld und Figur in einem Spiel erhalten die Räume ihre Bedeutung aufgrund ihrer Selbstbedeutung (Feld) zuzüglich des in ihnen installierten Werkes (Figur). Auf diese Weise bestimmt nicht nur der Raum das Werk, sondern auch das Werk den Raum. Insofern sind alle gezeigten Installationen Bühnen: gleichzeitig hermetisch und offen, total und relativ, statisch und transitiv. Die so von den Installationen bestimmten Räume werden zu Schnittstellen zwischen Außen und Innen, "Welt" und"Mensch", Realität und Fiktion, Privat und Öffentlich, Referenz und Rezeption, Dokumentation und Verführung.