daß der Zickzackverlauf der eingezogenen Trennwand durch eine Glasfront,
welche sich aus einer Reihung von siebzig Drahtglasscheiben (210 cm x 150
cm) erstellt, begradigt wird. Dies soll - neben einer Klärung hinsichtlich
der Funktionalität der Trennwand - dem Resttunnel das ihm eigene Moment
von Proportion und Transparenz wiedergeben, das mit der Abtrennung verlorenging.
Durch die Glaswand entstehen Nischenräume, die nicht betreten werden
können. Diese Nischenräume werden nun mit hellem Neonlicht versehen.
Dadurch wird der ganze Fußgängertunnel in ein helles indirektes,
gleichmäßiges Licht getaucht. Der fiktive Bezug wird
konkretisiert, indem am tiefsten Punkt der entstandenen Nischenräume
ein Foto mit Blick auf den durch die Trennwand versperrten Resttunnel angebracht
wird. Dieses Foto hat die Funktion eines Fensters, durch das
der Passant auf den Restteil
des Tunnels schaut.
Die Fotobilder, welche am tiefsten Punkt der Nische angebracht werden, erfahren
von Nische zu Nische folgende Abweichung: der Illusionsraum im Foto nimmt
zur Mitte des Tunnels hin ab und wird zu den Ausgängen hin größer,
d. h. alle Fotos für die Nischen werden von der Mitte des Tunnels in
einem 180- Grad-Schwenk der Kamera aufgenommen. Die nun auf die jeweiligen
Nischen verteilten Fotos beschreiben mit ihrer dargestellten Räumlichkeit
eine Hyperbel, die sich der Geraden der Fensterfront zur Mitte des Tunnels
hin nähert und zu den Ausgängen des Tunnels hin von der Geraden
entfernt. |
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