Michael Hofstetter
SuBAn, 2003


Ein Entwurf für das Seetor in Dresden

 

„SubAn2“ ist eine dreiteilige Skulptur, die die Motivation künstlerischer Kreationen generell reflektiert. Auf den Stadtraum übertragen fragt sie nach Möglichkeit und Sinn einer künstlerischen Intervention innerhalb eines vollkommen intakten Gefüges merkantiler, sozialer und baulicher Merkmale. „SubAn2“ ist sowohl eine Leerstelle als auch eine Alternative in diesem Gefüge. Als skulpurale Setzung schachtelt sie nutzlos Raum und Materialen. Als benutzbarer Raum eröffnet sie alternative Möglichkeiten in einem urbanen Umfeld in dem alles auf Flächenertrag und Verkaufssteigerung ausgerichtet ist. „SubAn2“ ist ein Vorschlag für einen Ort der für private Parties, Ausstellungen, kleine Versammlungen, Konzerte genutzt werden kann. Die Stadt Dresden wäre Verwalterin dieser Örtlichkeit, die jeder zu einem geringen Entgelt anmieten und nachts das Viertel beleben kann. Sollte die soziale Komponente nicht funktionieren bliebe die skulpturale Attrappe, die durch die Deklination formaler und materialer Entscheidungen sich selbst als prekäre Setzung darstellt.

„SubAn2“ ist eine architektonisches Gebilde aus in Beton gegossenen offenen Wortkuben. Die Kuben sind aufgeteilt in zwei Formationen. „AN“ und „STELLE“ bilden zusammen einen zweistöckigen Pavillon während „VON“ aufrecht gestellt als eine Informationsäule an der die Geschichte des Ortes dargestellt wird fungiert.

Die beiden Formationen Pavillion und Säule sind jeweils eingefaßt in Glaskuben. Die offenen Buchstaben-Räume sind Innen mit einem Vorhängen behängt und mit wechseldem Licht beleuchtet. In der dieser Schachtelung der Materialhäute entstehen im Pavillon Räume verschiedenster Qualitäten zwischen innen und außen, offen und verschlossen. Der Pavillon selbst ist sowohl über eine Freitreppe als auch ebenerdig betretbar. Der Glaskubus des Pavillon ist mit verschließbaren Türen versehen.